...hej al gewoßt?

Kurz nach dem Krieg machte Karl Groenewald zu seinem Broterwerb das "Klevische Heimathaus" auf. Hier verkaufte er Kacheln wie diese mit derben Klever Sprüchen und Zeichnungen, Postkarten, Glückwunschbriefe und diverse andere zum Teil selbstgebastelte Sachen. Das Material bekam er von Bekannten und Freunden. Auch wenn die meisten Stücke keine Signatur tragen, scheint sicher, daß sie von Bruno van Dyck stammen. Einige Kacheln sind im Besitz des Heimatkundlers Franz Matenaar gewesen und nach dessen Tod vermutlich wohl in den Fundus des gleichnamigen Archivs in Kleve übergegangen.

Alt Kleef

Diese Türe gehört zu einer Institution in Kleve - zur Gaststätte "Alt Kleef" am Großen Markt. In den Jahren, als die Klever Kirmes noch dort Station machte, standen die Kunden in Dreierreihen an der Theke. Hier und ein paar Meter weiter bei "Plümer" traf man sich. Doch später wurde es ruhiger um "Alt Kleef" Zuletzt war dort "Inge's Alt Clev" zu Hause. Seit einem Jahr steht sie leer. Schon bald wird nichts mehr an die Gaststätte erinnern, denn hier sollen Wohnungen entstehen. Wieder geht ein Stück Kleve - "Alt Kleef" - unwiederbringlich verloren. Die Eingangstür ist etwas ganz besonderes. Sie enthält 10 Motivscheiben, die platte Redensarten in Szene setzen. Vier davon sehen Sie unten.

Ene pläsierige Satte es min liever as ene nöchtere Nöölpänz

En vazunlek Schnäpske wärmt toch bäter as en decke Önderboks

Vööl schlemmer as den Süpper es ene Kontekrüpper

Jöck es schlemmer as Pinn

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