Platt in der Amtsstube

Niederdeutsche Sprache in Schule, Amt und Kirche
(Quelle RP 16.5.1960)

Freilich, bis ins 19.Jh. hinein hatte das Niederländische am deutschen Niederrhein in Amt, Schule und Kirche seinen Platz behaupten können. Doch ist das Bewusstsein, im Niederländischen die eigentliche Sprache der Vorfahren zu sehen, verlorengegangen. Insofern handelte es sich also um Neuland, für das erst entsprechende Grundlagen gelegt werden mussten. Den Jungen war nicht bekannt, dass ihre Heimat selbst noch zum „Niderland“ der Heimat Siegfried aus den Nibelungen gehörte. Kein Lehrbuch, das ihnen von Hendrik van Veldeke und seinem Wirken auf der Klever Schwanenburg berichtete; oder von der Besiedlung ihrer Brüche durch holländische „broekers" im Dienst der Herzöge von Kleve sowie von den überwiegend niederländischen Orts und Personennamen am unteren Niederrhein oder seiner langen Orientierung zum westlichen Nachbarn hin. Und doch scheint auch Heute der sprachliche Anschluß an das Deutsche noch nicht überall vollständig abgeschlossen zu sein. Die Mundarten des Niederrheins bieten sich geradezu als Vermittler zu Nachbarn an.

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